
Die Kontroverse um Randy Pitchfords Äußerung zu 80 US-Dollar für Borderlands 4 eskaliert weiter, nachdem sich nun auch Spielepublisher in die Debatte eingeschaltet haben, um ihre eigenen Titel zu bewerben. Unterdessen hat Pitchford seine Haltung bekräftigt, indem er auf frühere Aussagen zum Preis des Spiels verwies und betonte: "Wenn ihr die Wahrheit wollt, hier ist sie."
Der Social-Media-Sturm
Devolver Digital, bekannt für seine provokanten Marketingmethoden bei Spielen wie Hotline Miami und Cult of the Lamb, nutzte den Moment, um Mycopunk zu bewerben – ihren kommenden, von Borderlands inspirierten Koop-Shooter. Der Publisher twitterte frech: "Ihr könnt Mycopunk für euch und drei eurer Freunde zum Preis einer einzigen Borderlands 4-Kopie kaufen."
Pitchford griff den Tweet selbst auf und scherzte: "Mycopunk ist billiger als ein Punkt Meth – und hat wahrscheinlich auch weniger Nebenwirkungen!" – ein Kommentar, der weiteren Gegenwart von Fans entfachte.
Der ursprüngliche Aufreger
Der Aufruhr begann, als Pitchford auf die Preisbedenken eines Fans antwortete mit: "Wenn du ein echter Fan bist, wirst du einen Weg finden, es möglich zu machen." Dies zog sofort Kritik der Gaming-Community nach sich, wobei viele die Äußerung als empathielos und entfremdend für budgetbewusste Spieler bezeichneten.
Pitchfords Verteidigung
Während einer PAX East-Podiumsdiskussion äußerte sich der Gearbox-CEO differenzierter: "Die Wahrheit ist, ich weiß nicht, wie hoch der Preis sein wird." Er erklärte, dass das Entwicklungsbudget für Borderlands 4 sich im Vergleich zum Vorgänger mehr als verdoppelt habe, räumte jedoch auch die Preisherausforderungen der modernen Spieleentwicklung ein.
Pitchford betonte: "Wir möchten, dass sich jeder, der ein Gearbox-Spiel kauft, fühlt, als hätte er das bessere Geschäft gemacht... Das ist die Philosophie, nach der wir leben." Diese Kommentare kamen jedoch erst, nachdem dem Image des Spiels bereits erheblicher Schaden zugefügt worden war.
Reaktionen der Community
Borderlands-Streamer Moxsy brachte die Frustration auf den Punkt: "Fans wollen, dass der Preis durch die Qualität und Leidenschaft hinter BL4 gerechtfertigt wird... Diese toxische 'Kein echter Fan'-Mentalität verletzt nur diejenigen, die das Spiel unterstützen wollen." Viele sind der Meinung, dass Pitchfords ursprüngliche Reaktion eine produktive Diskussion über Spielepreise überschattet hat.
Während sich der Veröffentlichungstermin am 12. September nähert, wird Publisher 2K Games bald den offiziellen Preis für Borderlands 4 bekannt geben, sobald die Vorbestellungen starten. Die Kontroverse hat zweifellos eine schwierige Marketingumgebung für eine der meist erwarteten Veröffentlichungen des Jahres 2025 geschaffen.